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Über Fotos und Angaben zu Personen aus der Volksschule Weiler würden freuen. Bitte

Die Schule in Weiler

Obschon in den Pfarrbüchern von Bad Salzig und der „Geschichte der Pfarrei“ von der Weilerer Schule der Rede ist, lässt sich doch die Gründung und das Alter der Schule nicht angeben.

Schulfoto aus dem Jahre 1920

Auch ist das Alter des früheren Schulhauses, des heutigen Backeshauses, nicht zu ermitteln (wahrscheinlich 18 Jahrhundert) Außer der Schulstube hatte das Schulhaus noch 3 Zimmer und Küche als Dienstwohnung. Im Keller befand sich das Gemeindebackhaus, darüber befand sich die Lehrerwohnung und im 1. Stock die Schulstube. Als Eingang diente der „Backes“. Später, wurde an der Frontseite des Hauses eine Treppe angebracht (1843). Sie führte außen in die Höhe und war im Winter und bei Regentagen sehr gefährlich zu begehen. Morgens hatte die Lehrersfrau das Getrappel der Kinder in der über ihrer Wohnung gelegenen Schulstube zu ertragen. Den ganzen Tag und vor den Festen auch viele Nächte durch, ertrug die Lehrerfamilie den Krach, den Qualm und manchmal den Streit, der aus der Backstube hochdrang. Die Decke zwischen Backes und Lehrerschlafzimmer war nicht nur sehr dünn, sondern auch noch in einem schlechten Zustand. Als die Frau des Lehrers Kläser (Herr Kläser wurde 1886 hier Lehrer) einmal putzte, lief etwas Putzwasser durch den Schlafzimmerboden auf die „Beid“, so hieß der Backtisch. Es bug gerade ein Mann, mit dem sie sich anscheinend nicht gut verstanden, denn dieser behauptete, dass Frau Kläser böswillig das Wasser herab geschüttet hätte. Er soll darob zu einem Prozess gekommen sein, den allerdings Frau Kläser gewonnen hätte.

Doch nun zur Schulstube. Als Tafel benutzte man die Stubentüre. Nach 1820 mussten die Kinder Scheitholz von zu Hause bringen, damit die Schule im Winter geheizt werden konnte. Später lieferte die Gemeinde das Holz. Seit 1840 wurde mit Steinkohlen geheizt. Zum Anzünden lieferte die Gemeinde noch 50 Schanzen.

Um 1825 war hier noch kein Schulzwang. Wenn viel Arbeit war, behielten die Leute ihre Kinder daheim. Einige besuchten die Schule nur während der Wintermonate.

Das Reinigen der Schulstube besorgten die größeren Schulmädchen. Seit 1875 wird das Feueranmachen und Reinigen der Schulstube vergeben. Je nach Nachfrage musste die Gemeinde dafür 30 bis 75 Mark pro Jahr zahlen, denn der Preis wurde gesteigert.

In der früheren Zeit wurde im Winter täglich 2 Stunden unterrichtet. Seit 1818 soll sich der Unterricht auf Sommer und Winter erstrecken. Nach und nach wurden aus 12 Unterrichtsstunden 26 bis 30.

Anfangs soll der Schulbesuch sehr unregelmäßig gewesen sein. Unterrichtsfächer waren Katechismus, Bibel, Lesen, Rechnen, Schreiben und Singen. Bibel und Fibel sorgten für Lesestoffe. Die Schiefertafeln waren noch ohne Rahmen.

Gegen 1870 war die Schulstube zu eng und die Kinderzahl zu groß geworden. Unter dem Vorsteher Michael Bach baute die Gemeinde deshalb ein neues Schulhaus, das 1873 fertig wurde. Der Lehrer Krämer unterrichtete im neuen Schulhaus erstmals am 4.11.1873. Die Ziegelsteine zu dem Bau wurden auf dem Kirchenflur gebrannt. Das neue Schulhaus kostete wegen eines Prozesses, der wegen des eingestürzten Giebels geführt wurde und den die Gemeinde verlor, 15.500 Goldmark. Dazu kamen noch 2.400 Mark Ausbesserungskosten. Diese Schule wurde 1959 abgerissen und auf ihr die heutige zweiklassige Volksschule Weiler errichtet.

Die ersten Lehrer, die hier waren, sind wohl wie damals üblich Handwerker gewesen. 1800 bestand das Einkommen des Weilerer Lehrers aus freier Wohnung, 8 Malter Korn, von jedem Schüler 1 Gulden und der Nutznießung von 2 Feldern, 2 Wiesen und einem Garten.

Die Lehrpersonen die in der Weiler tätig waren:

1824: Lehrer Franz Herold

1832: Lehrer Kunz

1850: Lehrer Jakobs

1895: Lehrer Bohn

1903: Lehrer Jachmich

1907: Lehrer Boeder

1923: Lehrerin Scheid

1938: Lehrer Kesselheim

1946: Lehrer Alfons Rheinbay

1950: Lehrer Hermann Schulz

1960: 2. Lehrkraft Fräulein Ludwig

1963: 2. Lehrkraft Fräulein Schmidt (bis zu den großen Ferien)

1963: 2. Lehrkraft Fräulein Ternus (nach den großen Ferien)

 

Schulfoto aus dem Jahre 1965

 

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