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Gewürze für die
Weihnachtsbäckerei
Kleine Gewürzkunde
Viele der Zutaten und Gewürze, die in der weihnachtlichen Backstube
verwendet werden, werden in der alltäglichen Küche kaum oder nur in sehr
geringen Ausmass benützt. Sie sollten deshalb nur die jeweils notwendige
Menge kaufen und diese dann sooft aufbrauchen. Gewürz z. B. verlieren
leicht an Geruch und Geschmack, Marzipanrohmasse trocknet leicht aus und
lässt sich dann nicht mehr weiterverarbeiten. Einige andere Zutaten wie
künstliche Aromen können gut verschlossen auch zu einem späteren Zeitpunkt
verwendet werden. Die folgende Aufstellung soll Ihnen bei der Verwendung
der für Weihnachtsgebäck typischen Zutaten, und Gewürze etwas helfen.
Zur
Weihnachtszeit gehört der Duft von Lebkuchen und Spekulatius, von Printen
und Zimtsternen.
Deshalb hier ein ganz würziges Kapitel:
Kardamom:
Indien ist Hauptlieferant für dieses feine Gewürz, ohne das der
Stollen oder Gewürzplatzchen nur halb so gut schmecken würden. Das
feurig-würzige Aroma passt auch zu Spekulatius und Lebkuchen. Kardamom
wird überwiegend gemahlen verwendet. Sein Aroma ist empfindlich. Deshalb
immer nur kleine Mengen kaufen. Reste für Apelkompott verbrauchen.
Muskat:
Der Muskatbaum liefert gleich zwei Gewürze auf einmal, die sich durch
Geschmackintensität und Aroma unterscheidet; Die eigentliche Muskatnuss
und die Muskatblüte .
Für Lebkuchen und Pfeffernüsse brauchen Sie nur einen Hauch geriebene
Muskatnuss.
Kaufen Sie Muskat lieber im Ganzen, so behält er besser sein Aroma.
Vanille:
Vanilleschoten sind die Fruchtkapseln einer ursprünglich in Mittelamerika
beheimatet. Kletterorchidee. Dieses etwas teurere Gewürz ist zwar lange
lagerfähig, sollte aber in den Glasröhrchen vor Aromaverlust geschützt
aufbewahrt werden.
Zum Würzen kann man die ganzen Schoten mitkochen. Bei Gebäck und
Süssspeisen kratzt man das Mark aus der Schote.
Ingwer:
Die Wurzelstöcke einer tropischen Gewürzlilie liefern den
aromatisch-duftenden, brennendscharfen Ingwer.
Er wird als Knolle in süssem Sirup eingelegt angeboten, kandiert,
getrocknet, frisch, im Ganzen oder gemahlen.
Ingwer gibt’s also in vielen Variationen. Für die Adventsbäckerei eignen
sich Pulver oder gewürfelter, kandierter Ingwer gut.
Anis und Fenchel:
Beide haben einen aromatischen-süsslichen Geschmack und Geruch. Anis wird
hauptsächlich für Kleingebäck und Kuchen verwendet, wie Anisplätzchen,
Honig- und Pfefferkuchen, Lebkuchen und Printen.
Zu den geschmackintensiven Gewürzen zählt ganz sicher der Anis. Er
übertönt leicht mildere Gewürze und sollte nur mit Fingerspitzengefühl
dosiert werden. Für Anisplätzchen und Springerle ist er unentbehrlich,
hier sogar in grösserer Dosierung.
Piment:
Die kleinen getrockneten Beeren des Nelkenpfefferbaumes sind vielseitiges
Gewürz. Als ganze Körner verfeinern sie Sossen und herzhafte Gerichte.
Gemahlener Piment gehört in Honig- und Pfefferkuchen.
Zimt:
Ob als Stangen oder gemahlen: Zimt gehört zu den ganz typischen
Weihnachtsgewürzen. Aus Honig -, Leb- und Pfefferkuchen ist er nicht
wegzudenken und Zimtsterne sind beliebte Klassiker unter den Gebäcken.
Zimt ist eines der ältesten Gewürze. Er stammt aus der Innenrinde des
Zimtlorbeerbaumes.
Sternanis:
Ursprünglich stammt dieses dekorative Gewürz aus China. Obwohl es dem
europäischen Anis geschmacklich ähnlich ist, hat es botanisch nichts damit
zu tun. Es wird jedoch genauso verwendet. Gemahlen für Anisbrot,
Pfeffernüsse und Printen.
Muskatblüte:
Sie wird auch „Marcis“ genannt und ist die getrocknete Samenschale der
Muskatnuss. Sie schmeckt milder und feiner als die Muskatnuss und gibt
nicht nur dem Weihnachtsgebäck, sondern auch herzhaften Gerichten ihr
Aroma.
Koriander:
Der mild-aromatische Koriander wird meist gemahlen verwendet. Für
Lebkuchen und Spekulatius ist er unerlässlich. Koriander ist auch
Bestandteil vieler Gewürzmischungen, die die Weihnachtsbäckerei
erleichtern.
Aromen:
Backaromen sind chemisch hergestellte Essenzen mit Arrak-, Rum-,
Bittermandeln-, Zitrone- und Vanillegeschmack. Sie sind hochkonzentriert
und sollten nur tropfenweise zugegeben werden
Backtriebmittel:
Damit das Gebäck locker wird , muss der Teig mit Hefe oder Backpulver
vermischt werden. Backpulver, Trockenhefe und frische Hefe bekommen Sie in
jedem Supermarkt. Hirschhornsalz und Pottasche wird fast ausschliesslich
für flaches Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen verwendet
Eier:
Eier machen jedes Backwerk locker und sorgen für eine schöne Farbe. Im
Schnitt sollte ein Ei 60-70 g wiegen und absolut frisch sein. Bei
kleineren Eiern lieber ein Ei mehr dem Teig zufügen. Soll das Eiweiss zu
Schnee geschlagen werden, dann muss das Eigelb exakt vom Eiweiss getrennt
werden. Auch nur geringste Spuren von Eigelb lassen das Eiweiss nicht mehr
steif werden
Früchte, Fruchtschalen und Trockenobst:
Reifes Obst, das durch Trocknen haltbar gemacht wird, gibt es zerkleinert,
in Streifen geschnitten und in ganzen Stücken in jedem Supermarkt zu
kaufen. Es wird zum Aromatisieren von Früchteplätzchen oder für
Früchtebrote verwenden.
Kakao:
Um einen feinen Schokoladengeschmack zu erhalten, wird der Teig mit
Kakaopulver vermischt .Damit es keine Klumpen gibt, sollten Sie das Pulver
stets gesiebt zum Teig geben
Kuvertüre:
Diese fetthaltige Schokolade gibt es in den Geschmacksrichtungen
Vollmilch, Halbbitter und weisse Schokolade und wird als Überzug von
Kleingebäck, Kuchen und Torten verwendet. Die genaue Anleitung zum
Verflüssigen der Kuvertüre steht auf jeder Verpackung. Eines haben alle
Artikel jedoch gemeinsam: Sie dürfen nicht mit Wasser vermischt und
können nach dem Erstarren immer wieder durch Erhitzen verflüssigt werden.
Marzipan:
Diese süsse Masse aus Mandeln und Zucker, vermischt mit Rosenwasser,
eignet sich zum Überziehen von Kuchen und Torten, zum Füllen, aber auch
als Dekoration von Plätzchen und Lebkuchen. Die im Handel erhältliche
Marzipan-Rohmasse wird mit etwas Puderzucker verknetet und anschliessend
zwischen Klarsichtfolie dünn ausgerollt. Zum Füllen von Plätzchen
verkneten Sie die Rohmasse zusätzlich mit Eiern, damit sie geschmeidiger
wird. Ein besonderer Tipp: verwenden Sie an stelle von Eiern einen Likör.
Nüsse:
Nüsse und Samen, die alle einen sehr hohen Fettanteil haben, halten jedes
Gebäck saftig und frisch .Sie werden sowohl als Teigbeigabe als auch zur
Dekoration verwendet werden. Hierzu gehören: Mandeln, Haselnüsse,
Walnüsse, Pekanüsse, Erdnüsse, Kokosflocken, Pinienkerne, Pistazien,
Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Sesamkörner.
Orangeat, Zitronat:
Die Kandierten Schalen können Sie in Streifen, kleinen Würfeln oder im
Ganzen Kaufen. Ein Früchtebrot oder Weihnachtsstollen ohne Orangeat und
Zitronen ist unvorstellbar.
Rosinen, Korinthen, Sultaninen:
Die Beeren verschiedener Weinreben werden im Stadium der Vollreife
gepflückt und getrocknet.. Seht harte Beeren sollten mindestens 30 Minuten
in Wasser, Fruchtsaft oder Alkohol eingeweicht werden.
Safran:
Wer kennt nicht das Kinderlied "...Safran macht Kuchen gelb". Seine
intensiv gelbe Farbkraft bei kleinster Dosierung eignet sich sich
besonders als Färbemittel für den Kuchenteig und Zuckerguss.
Vanille, Vanillezucker:
Das in den Samenschoten enthaltene dunkle Fruchtmark der Vanillepflanze
besitzt ein sehr feines, stark duftendes Aroma und sollte stets gut
verschlossen aufbewahrt werden. Vanillezucker ist ein industriell
hergestellter Zucker, der mit synthetischem Vanille versetzt wird. Der
Einfachheit halber wird heute meistens Vanillezucker aus dem Supermarkt
für helles Weihnachtsgebäck verwendet.
Zucker, Honig:
Je feiner der Zucker, desto leichter löst er sich beim Teigrühren auf.
Daher ist Puderzucker am geeignetsten zur Herstellung von ihren
Weihnachtsköstlichkeiten, ob Plätzchen oder Torten. Puderzucker, staubfein
gemahlen, sollte gesiebt zum Teig gegeben werden. Wenn Sie das Gebäck mit
Vanillezucker aromatisieren, so vermischen Sie diesen vorerst gut mit
Puderzucker, Hagelzucker oder gestossener brauner Kandis wird
hauptsächlich als Dekoration verwendet. Um jedoch Ihren Pfefferkucken den
besonderen Geschmack zu geben, wird Honig zu Süssen verwendet .
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