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Trachten

In früherer Zeit bestand die Kopfbedeckung der Frauen an Werktagen aus einem weißen Mütchen mit „Ohren“. Sie trugen kurze Röcke, niedere Schnürschuhe und ein aus Wolle gestricktes Mieder. Darunter einen Watterock, so dick und auch so gemacht wie eine Stepp-Bettdecke. Am Leibchen hatten sie eine Walze, faustdick, die ging um den ganzen Leib, damit die Röcke, die darüber kamen einen Halt hatten. Sonntags bestand der Kopfschutz aus dem „Blätter“, der sorgfältig gestärkt, gebügelt und gefaltet war und mit breiten, schwarzen seidenen Bändern überreich verziert war. Um das Jahr 1900 trugen noch 3 Frauen diese Mützen.

Die Männer trugen niedere Schuhe mit Messingschnallen, kurze leinene Hosen bis an die Knie. Die Hosen waren blau gefärbt und hatten am Ende Schnüren, die zugleich Strumpfbänder waren. Über der Weste (Brostlappe genannt) die ganz geschlossen war, wurde ein vorn ganz offener Kittel getragen, der auch blau gefärbt war. An jeder Seite des Kittels war eine Reihe Metallknöpfe befestigt. Eine bunte Zipfelmütze mit einer Quaste, die oft bis auf Hals oder Rücken hing, bedeckten den Kopf. Sonntags wurde ein dreieckiger Bonaparte-Hut getragen und der Kittel mit einem langen Gehrock vertauscht, der einen hohen Kragen hatte.

In Ermangelung von eigentlichen Volksfesten sei der Nachbarschaftsschmaus erwähnt. Starb eine erwachsenen Person, so stellten die Nachbarn das Grab her. Die Angehörigen des Verstorbenen hatten zur Fastnacht dafür 24 ½ Groschen an die in der Schulstube versammelten Bürger zu zahlen. An diesem Tag wird die Schulstube von jeher Rathaus (Rothes) genannt. Dabei wird auch für die Verstorbenen gebetet und anschließend über die Verwendung der eingegangenen Gelder beraten. Auch musste jeder, der im vergangnen Jahr geheiratet hatte, 25 Groschen Bürgergeld zahlen. Dieses Geld wurde an Fastnacht von der Nachbarschaft in Wein und Schnaps umgesetzt. Brot, Wurst und Schinken musste jeder mitbringen. Ein Musikant, der übrigens recht kläglich sein Instrument beherrscht haben soll, er konnte nur 2 – 3 Weisen spielen, half das Fest verschönern.

Im Jahre 1832, unter dem Vorsteher Michael Mayer, war die in zwei Parteien gespaltene Nachbarschaft auch getrennt bei ihrem Schmause. Die bei dem Wirt Anton Krambrich (im Romp) tagende Partei überredete den Musikanten mit seiner Geige zu kommen. Als jeder dem Alkohol schon reichlich zugesprochen hatte, entwickelte sich eine gewaltige Schlägerei mit Schanzenknüppeln, Latten von Gartenzäunen und anderen greifbaren Dingen. Der Kampf hatte einen Prozeß mit je 18 Taler  Geld- oder Gefängnisstrafen zur Folge. Infolgedessen unterblieb von da an das Gelage und die Nachbarschaft löste sich auf. Erst der Bürgermeister, Herr Karbach, rief die Nachbarschaft nach dem Kriege (1945) wieder ins Leben zurück, allerdings mit anderen Statuten.

1895 war Anton Schuster Totengräber. Drei Mark musste man für das Grab eines Erwachsenen und 1,50 Mark für ein Kindergrab zahlen. Nach ihm hatte das Dorf längere Zeit keinen Totengräber mehr. Jeder bestellte sich den Mann, den er wollte. Ein Grab kostete 6 bis 10 Mark. 1950 betrugen die Kosten 15 Mark. 1963 musste man 25 DM zahlen.

Die 6 Bürger, die zuletzt geheiratet haben, trugen die Leiche vom Trauerhaus zum Friedhof. Jeder bekam dafür ein Taschentuch.

Bei Hochzeiten wurde mit Sackpuffern und Katzenköpfen geschossen. Ein Fiedler musste dabei sein, der zum Tanz aufspielte. Die Dorfjugend versuchte der Braut die Schuhe zu stehlen. Wenn sie es fertigbrachte, mussten die Seitenknechte (Brautführer) den Schaden bezahlen, da heiße, sie mussten die Schuhe gegen Essen und Trinken auslösen. Oft genug wurde dabei der Braut das Kleid zerrissen und die Schuhe waren unbrauchbar.

Seit alters her war bei den Dorfburschen das Kronenschießen üblich. Ganz früher, um Johanni, später, als an diesem Tag kein Tanz mehr war, am Feste Petri-Kettenfeier. Dieser Tag ist für Weiler das Kirchweihfest. Die Musikanten holten die Burschen nach der Vesper an der Kirche mit Musik ab und zogen auf die Kegelbahner Flur, wo die Krone an einem Strick auf 2 Bäumen auf beiden Seiten des Weges aufgehangen war. Die Krone war von den Mädchen aus Papierrosen und Eierschalen hergestellt und sah zierlich aus. Es wurde mit allerlei Schießzeug geschossen (Gewehre, Flobert und Sachpuffer).

In den letzten Jahren um 1890 gebrauchte man noch ein Gewehr mit einem Feuerschloss, an dem mit Feuerstein und Zunder das Pulver angezündet wurde. Dieses Gewehr hat Anton Bach, der hier den ersten deutschen Klee säte, und die erste eiserne Egge hatte, im Walde mit noch einer prachtvollen Reiterpistole gefunden, als die Franzosen 1813 durch Weiler (Zeil) geflüchtet waren.

Der Schützenkönig war der Held des Tages. Die Mädchen kauften ein buntes Taschentuch und banden es dem Schützenkönig an sein Gewehr und steckten ihm einen bunten Blumenstrauß an. So wurde er mit Musik und Fahne durch das Dorf geführt. Da herrschte großer Jubel bei den Alten und Jungen. Der Schützenkönig musste zuerst mit dem ältesten Dorfmädchen tanzen. Die weitere Tänze standen ihm frei.

Am Sonntag nach der Kirmes sammelten die Mädchen Eier, Wecken und Milch. Das bekamen die Dorfjungen, die die zwei steinernen Tröge am Röhrenbrunnen gereinigt hatten. 1892 wurde das Kronenschießen untersagt.

Im Herbst 1963 wurden die beiden Brunnentröge entfernt, da sie von allen Seiten gerissen waren. Außerdem wird kaum mehr im Backes gebacken. Ein neuer Brunnen ziert nun den Dorfplatz.

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Hausbau

Wohnhaus, Scheune und Stall standen damals zum Teil noch heute unter einem Dach. Es waren Fachwerkhäuser. Es gab aber auch Gebäude aus Bruchsteinen. Alle waren mit Stroh und Ginster gedeckt.

Zuerst gelangte man in die Küche, in welcher auch die große Holzkelter stand. Aus diesem Raum kam man in die Wohnstube, welche fast immer eine dunkle Ecke für ein Bett hatte. Eine Wendeltreppe führte aus der Küche auf den Boden. Gekehrt wurde oft, geölt aber nur 1 oder 2 mal im Jahr.

Geheizt wurde nur mit Holz. Man holte seinen Bedarf entweder im eigenen Hecken oder im Gemeindewald. Man durfte dort ungefragt Brennholz schlagen. In einer Ecke der Küche stand der gemauerte Herd, auf dem das Feuer offen brannte. Darüber war ein weiter und vollständig offener Schornstein, so dass der Ruß in das Essen fallen konnte. Über dem Feuer hing ein zackiges Eisen (Kesselhaken) an dem der Kochtopf, der einen Henkel wie ein Eimer besaß, aufgehangen wurde. Durch die Zacken konnte man ihn höher und tiefer hängen. Später wurde ein Herd aufgemauert. Er war von eisernen Platten umgeben, in die Bilder aus der Bibel eingepresst waren. Dieser gemauerte Herd hatte drei Herdlöcher, in die die schweren gusseisernen Töpfe eingehängt wurden. Ebenso war meist daneben ein kupferner Kessel eingemauert, in dem fast jede Familie ihren jährlichen Bedarf an Kraut (Marmelade aus Runkelrüben und Birnen) selbst herstellte.

Bei Dunkelheit ging man zu Bett, wollte man aber noch etwas erledigen, so zündete man den Schwefelspan an. Den steckte man in ein dafür vorgesehenes Loch in der Wand oder ein Familienmitglied musste ihn halten. Sie waren aus weichem Holz, aus Weiden-, Aspen- oder Kiefernholz gemacht, 3 mm dick, 6 – 7 cm breit und 30 cm lang. Eine oder beide Ecken waren in Schwefel getaucht. Die Rüböllämpchen, die dann später in Mode kamen, brachten eine große Erleichterung. Aus einem Ölbehälter ragte ein dicker Baumwollfaden, der angezündet wurde.

Das Feuer- und Lichtanzünden war ein schweres Stück Arbeit. Die Frau kniete vor dem Feuerloch auf der Erde und schlug mit einem harten Feuerstein Funken aus einem Stück Stahl, bis sich ein Stück Schwamm oder Zunder daran entzündet hatte. Daran wurde der übel riechende Schwefel- oder Kienspan entzündet und an das trockene Holz gebracht. Sie brauchte dazu einen Blasebalg oder ein Rohr oder blies selbst in das Feuer, bis die Augen tränten und der Kopf schmerzte. Die Streichhölzer, die erst um 1830 nach hier kamen, staunte man wie ein Wunder an.

Die Nahrung bestand morgens aus einer Kartoffel-, Mehl-, Hülsenfrüchte- oder Milchsuppe. Dabei aß man je nach Bedarf Brot. Am Mittag wurde wiederum eine Suppe auf den Tisch gebracht mit gesalzenem Schweinefleisch (wenn welches da war). Das Abendbrot bildeten Pellkartoffeln und saure Milch.

Währen der großen Hungersnot anno 1811 kochten die Leute meist Kleesuppe. In dieser Zeit war Weiler bettelarm. Die umliegenden Dörfer, vor allem das reiche Werlau, wurden oft von Weilerer Bettelleuten aufgesucht. Als man einen Weilerer fragte, warum denn der Bürgermeister nicht betteln ging, antwortete dieser, ob aus Bauernschläue oder der Wahrheit gemäß kann nicht mehr festgestellt werden: „Der käme auch, aber der hat keine Schuhe“.

Über Urbarmachung wissen auch die ältesten Leute nichts zu berichten. Außer den heutigen Produkten wurde noch Flachs, Spelz (unreif geernteter oder gedörrter Dinkel) aus dem der Grünkern gewonnen wird, und Hirse angebaut. Ein Abhang über dem Dorfe heißt heute noch Hirschberg (Hiresberg).

Der Flachs wurde im Orte verarbeitet und zu Tuch gesponnen für Wäsche und Kleider. Wäsche war der größte und fast einzige Reichtum der Bewohner. Dem mit Fleiß betriebenen Ackerbau stand nur eine kärgliche Ernte gegenüber. Doch soll das Obst damals reichlicher gewesen sein als heute. Zur Zeit der Obsternte fanden sich aus der Simmerner Gegend Händler mit Wagen hier ein und kauften Obst zu Spottpreisen. Sogar alte Kleider wurden mit Vorliebe getauscht. Damals machten sich viele Leute von Weiler zu Fuß mit einer schweren Kirschenmanne auf den Weg nach Simmern oder Koblenz, um ihre Waren dort überhaupt loszuwerden. Die Kirschenmanne, mit 80 bis 100 Pfund Kirschen, trugen Männer wie Frauen auf dem Kopf dahin. Selbst später, als die Eisenbahn fuhr, ging man zu Fuß nach Boppard oder Koblenz, um das Fahrgeld zu sparen.

Neun Bürger mähten gemeinsam den Wiesengrund in der Zieh und teilten das Gras unter sich auf. Diesen waren jedenfalls wie auch die Hecken nicht vermessen. Wenn jemand die Wiesen gedüngt hätte, so wäre er ausgelacht worden. Hätte man aber düngen wollen, es war weder Mist noch Jauche da, weil das Vieh stets auf die Weide ging. In Notjahren gingen die Bauern bis in den Bopparder Wald, um dort Futter zu machen.

Eine Dreschmaschine mit Göbelantrieb besaß Anton Boost seit 1885. In dieser Zeit schaffte man auch die lästigen, altmodischen zweirädrigen Karren ab und ließ sich vierrädrige anfertigen.

Das Rindvieh gehörte meist der Westerwälder Rasse an. Es war eine verhältnismäßig kleine Rasse, aber stark und widerstandsfähig. Der Milchertrag war zufrieden stellend. Es war dazu viel treuer und anhänglicher als das Vieh der Glanrasse, das der Staat in die Weilerer Gegend eingeführt hat. Die Westerwälder Rasse war dunkel, fast kastanienbraun und die meisten Tiere hatten auf der Stirn einen hellen Fleck. Der Gewinn an dem Vieh war sehr gering. Nach Ansicht des Chronisten wurden die Bauern übers Ohr gehauen. Nach meiner Meinung aber, weil die meisten dumm und ungebildet aber auch sehr arm, gedrückt und unterernährt waren und zu schwach und ohne Energie sich zu wehren und aufzuraffen gegen die zungenfertigen und lautstarken Viehhändler. Zur damaligen Zeit wurde Rindvieh gehalten, da das Vieh immer auf der Weide war. Vor allem waren die Hunsrücker Ochsenpaare bekannt und im Flachland geschätzt. Da das Vieh dem Bauern keinen Mist brachte, half er sich, indem er im Wald Laub sammelte und bei Ackern in die Furche streute.

Auch betrieb der Bauer Schaf- und Schweinezucht. Die beiden Herden hatten ihre besonderen Hirten. Um 1870 wurden die Schafweiden an Schafzüchter des Maifeldes verpachtet. Die Herden weideten hier vom 6. Dezember bis zum 17. März eines jeden Jahres. Seit 1870 ist auch die Schweine- und Schafzucht von den Weilerern aufgegeben worden.

1860 bis 1870 wurde hier nach Eisenstein gesucht. Die Ausbeute lohnte den Abbau jedoch nicht.

1294 Die Pfarrkirche von Salzig war schon 1294 erbaut. Die Weilerer Kirche soll nach Angaben des Salziger Pastors Nick zur selben Zeit im frühgotischen Stile erbaut worden sein. Bauherren von der Kirche zu Weiler waren die Stiftsgeistlichen zu Boppard, die auch den Gottesdienst abzuhalten hatten. Unsere Kirche ist dem Heiligen Petrus geweiht.

Eine Verordnung des Erzbischofs Cuno von Falkenstein vom 1. Dez. 1386 über das Verhältnis der Bopparder Kononiker zu dem Propst von St. Martin zu Worms, erkannte ersteren die Besitzung des Beneficiums der Kapelle von Wylre zu, wie Erzbischof Balduin bereits 1338 in dem Statut für für Boppard bestimmt hatte.

Epochemachend war für Salzig und Weiler die Verordnung des Erzbischofs Johann vom 23. März 1563, wodurch diesen Orten wegen der weiten Entfernung von Boppard gestattet wurde, in der Kirche von Salzig einen Taufstein aufzustellen. Damit stand die Erhebung zur Pfarrei in naher Aussicht.

1657 bezog der Pfarrer von Salzig 1 Malter Korn, gleich 2 Zentner, 16 Fl. Von dem Kapitel zu Worms als Zehntherren 2 ½ Ohm Wein, aus jedem Haus 2 Sester Frucht. Zwei Weinberge trugen ihm 1 Fuder Wein ein. Aus Weiler hatte er 1 Malter Korn, 35 Fl. Und 18 Bündel Heu. Die Weilerer Pfarrweinberge waren zu 1/3 des Ertrages verpachtet.

Die Kapelle des Heiligen Petrus zu Weiler hatte eine Wochenmesse. An den höchsten Festtagen (Weihnachten, Ostern, Pfingsten u. Weißen Sonntag) waren die Filialisten verpflichtet, nach Salzig in die Messe zu kommen (1964 sind davon nur noch der Weiße Sonntag und das Fronleichnamsfest übrig geblieben). Das Allerheiligste wurde und wird noch heute in Ciborium in der Kapelle aufbewahrt. Die Taufe und andere Sakramente mussten in Salzig empfangen werden.

Die ältesten Einwohner von Weiler überlieferten uns von ihren Vorfahren, dass früher in Weiler getauft wurde. Der Gottesdienst wurde 1767 an 2 Sonntagen in Salzig und am 3. in Weiler gehalten. Auch die Osterkommunion wurde hier gehalten. Überhaupt wollte Weiler die Kirche von Salzig als Pfarrkirche nicht anerkennen. Die Steuern mögen wohl eine Rolle gespielt haben.

Währen der Amtszeit des Herrn Pastors Nick wurde die Weilerer Kirche renoviert. Neue Glocken wurden angeschafft, der alte Kirchturm wurde 1903 abgerissen und einer für 9000 Goldmark an seiner Stelle errichtet. Auch eine neue Orgel wurde angeschafft, der Fußboden neu gelegt, neue Kirchenstühle gekauft und eine neue Lampe für`s Ewige Licht erworben. Bischof Arnoldi kam nach Salzig und Weiler, um Kirche und Schule zu visitieren. Er soll von seiner Visitation befriedigt gewesen sein.

Die Leistungen der Gemeinde für den Unterhalt des Pfarrers waren sich gleich geblieben. Nur wurden jetzt noch von jedem Bürger 1 Bürde Rahmenstöcke und ein Kuhkäse gefordert. Dazu musste jeder ½ Tag in den Weinbergen des Pfarrers arbeiten. Dafür musste ihn aber der Herr Pastor beköstigen.

Der Schullehrer empfing jedem Bürger 2 Brote und 2/4 weißen Wein. Dafür hatte es den Messwein zu stellen.

Pfarrer von Salzig und Weiler waren:

1515 Mathias Langbär, 1537 Peter Bönnen, 1550 Joh. Prest und Joh. Häckel, 1568 Hieronimus Titelkuhn, 1627 – 1629 Joh. Rhein, 1630 Christian Profittlich, 1660 – 1667 Josef Hermann, 1868 – 1903 Joh. Nick, nach 1903 noch die Herrn Pastöre Krimmel und Wendling.

Nach Aussagen älterer Leute soll der Hauptgottesdienst sonn- und feiertags in Weiler stattgefunden haben. Als jedoch einer der Pfarrer wegen hohen Alters diesem nicht mehr gut nachkommen konnte, feierten wir die Sonntagsmesse nur am dritten Sonntag in Weiler. Als nun die zwei Sonntage verloren waren, bekamen wir sie bei den anderen Pfarrern auch nicht wieder. Dies berichtete Georg Bach, der als 72.jähriger 1897 starb. Er erzählte auch, dass er an der Hand seiner Mutter an der Fronleichnamsprozession in Weiler teilgenommen hätte. Tatsache dürfte jedenfalls sein, dass bei den Renovierungsarbeiten unter Herrn Pastor Nick ein alter Himmel auf dem Weilerer Kirchenspeicher stand.

1857 hatte Weiler 369 Seelen, 1890 - 397 und 1926 -451

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