Pressemittelung: 27.11.2010
„Zwischen
Hochmoselübergang und Welterbebrücke“
SPD Rhein-Hunsrück
diskutierte bei Klausur politische Aufgaben der Zukunft
„Unsere Zukunft zwischen Hochmoselübergang und
Welterbebrücke“ – unter diesem Leitmotiv stehen aus Sicht der
Sozialdemokraten des Rhein-Hunsrück-Kreises die politischen Aufgaben der
nahen Zukunft in der Region. Dieses Leitmotiv mit dem von
Landtagspräsident Joachim Mertes geprägten Begriff der „Welterbebrücke“
stand am Ende der zweitägigen Klausur, die den SPD-Kreisvorstand, die
SPD-Kreistagsfraktion und den Regionalverbandsvorstand der
Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) aus dem
Rhein-Hunsrück-Kreis ins rheinhessische St. Johann bei Sprendlingen
geführt hatte.
Neben den Beratungen des Kreishaushaltes 2011
sowie den aktuellen Ereignissen aus Bund, Land und dem Kreis stand das
Thema Bürgerbeteiligung im Mittelpunkt der Beratungen. Die Einbeziehung
der Bürger in seine politische Arbeit und die Berücksichtigung von
Bürgerwillen im Alltag waren auch Schwerpunkte im Vortrag des
Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, Manfred
Scherer, den der SPD-Kreisvorsitzende Michael Maurer (Emmelshausen) als
Referent des ersten Abends und natürlich als „guten, alten Bekannten der
Rhein-Hunsrücker SPD“ begrüßen konnte. Das Fazit des aus Simmern
stammenden Bürgermeisters: „Die Parteien dürfen nicht zu den Menschen
gehen und sagen, wie etwas gemacht wird. Wir müssen die Bürgerinnen und
Bürger fragen, sie einbinden und ihrer Wünsche und Anregungen ernst nehmen
und in unsere Alltagsarbeit einfließen lassen.“
Im Rhein-Hunsrück-Kreis soll die
Bürgerbeteiligung jetzt beim Projekt der Welterbebrücke Realität werden.
Vertreter der Rhein-Hunsrücker SPD treffen sich in der übernächsten Woche
mit dem SPD-Kreisverband Rhein-Lahn und werden ein entsprechendes Konzept
erarbeiten. Dr. Walter Bersch (Boppard), Reinhold Petereit (Weiler),
Dieter Greysner (Simmern) und Michael Maurer appellierten an die
SPD-Mitglieder aber auch an die Brückenbefürworter aus allen anderen
politischen Lagern, sich „öffentlich und offensiv für die Welterbebrücke
im Mittelrheintal zu positionieren“. Als wenig hilfreich bewerteten die
Klausurteilnehmer den jüngsten Vorstoß von fünf CDU-Landtagsabgeordneten,
die das Brückenprojekt in Frage gestellt hatten. Die Position der SPD sei
dagegen eindeutig. „Wir standen und stehen ohne wenn und aber zu dem
Projekt der Welterbebrücke“, betonte der Kreisvorsitzende.
Themen der Klausurtagung waren unter anderen
der weitere Umgang mit den in Kreisbesitz befindlichen RWE-Aktien, der
Entschuldungsfonds des Landes und die Möglichkeiten für den
Rhein-Hunsrück-Kreis, die DSL-Versorgung im ländlichen Raum, Bahnlärm,
Straßenbauprojekte wie die Ortsumgehungen Kastellaun und Gödenroth, der
Flughafen Hahn und die Beziehungen zur polnischen Partnerprovinz von
Rheinland-Pfalz, Oppeln. Dietmar Tuldi (Ellern) und Klaus Gewehr (Sohren)
wurden beauftragt, im Zusammenhang mit den Änderungen bei den
Ein-Euro-Jobs eine Leitlinie für die Rhein-Hunsrücker SPD zu erarbeiten.
Katharina Monteith (Kirchberg), Christoph Bretz (Leiningen) und Michael
Boos (Simmern) wollen sich um kulturelle Netzwerke und entsprechende
Veranstaltungen kümmern.
Zur Beratung des Haushaltsplans 2011 erhielten
die Rhein-Hunsrücker Genossinnen und Genossen fachkundige Unterstützung:
Bereits zum 15. Mal war der Kämmerer der Kreisverwaltung, Karl-Heinz
Wagner, Gast bei der Fraktionsklausur der SPD und erläuterte das
umfangreiche Zahlenwerk. Die wesentlichen Eckpunkte des Haushaltsentwurfs
fanden dabei die Zustimmung der Sozialdemokraten. Der Kreisvorsitzende
Michael Maurer dankte abschließend Fraktionsgeschäftsführerin Britta
Möller-Labohm (Halsenbach) für die gute Organisation der Klausurtagung und
die gelungene Probe einheimischer Winzerspezialitäten im „höchsten
Gewölbekeller Rheinhessens“. Die nächste Großveranstaltung der SPD
Rhein-Hunsrück ist der Neujahrsempfang am Freitag, 14. Januar 2011, um 17
Uhr im Schloss in Simmern.
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